Bekannte asiatische Strategen, die unser Programm wesentlich beeinflussen.
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Sun Tsu (um ca. 500 v. Chr.)
Sun Tsu, Sun (um 500 v. Chr. in Wu) war ein chinesischer General und Militärstratege.
Sein Buch „Die Kunst des Krieges“ („Sun Zi über die Kriegskunst“) gilt als frühestes Buch über Strategie und ist bis zum heutigen Tage eines der bedeutendsten Werke zu diesem Thema.
Sunzi mahnte, dass der Krieg und der Kampf möglichst vermieden werden sollte, da er den Staat und das Volk ruiniert. Dies wird oftmals so interpretiert, dass für Sunzi gewaltlose Strategien zentral gewesen seien. Als Quelle hierfür dient unter anderem sein berühmter Satz, dass es am Besten sei, die Strategie des Feindes zu vereiteln, am zweitbesten, die Bündnisse des Feindes aufzubrechen, erst an dritter Stelle folgen kämpfen und siegen. Dies wird oftmals so gelesen, dass für Sunzi die beste Strategie eine gewaltlose sei, und Gewalt nur als letztes Mittel angewendet werden sollte. Diese Interpretation war jedoch in der Vergangenheit Anlass zur Kritik. So ignoriere die Position, Gewaltlosigkeit sei für Sunzi zentral gewesen, dass sich entsprechende strategische Axiome nur in den ersten Kapiteln finden, während der weitaus größte Teil von "Über die Kriegskunst" sich mit den Prinzipien mobiler Kriegsführung befasse. Zudem konkretisiere Sunzi nicht, was er mit der Vereitelung der Strategie des Feindes und dem Aufbrechen seiner Bündnisse meinte, weswegen dies nicht einfach als Präferenz für Gewaltlosigkeit interpretiert werden könne. Im Gesamtzusammenhang seien die entsprechenden Aussagen (auch etwa, der Widerstand des Feindes solle kampflos gebrochen werden) eher so zu interpretieren, dass durch kluges Handeln Bedingungen geschaffen werden sollen, in denen man den Feind mit möglichst geringem Gewalteinsatz besiegen kann. Die Angriffe auf Strategien und Bündnisse des Feindes dienen demnach der Verringerung seiner Widerstandskraft, der Sieg wird aber dennoch gewaltsam errungen.
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Musashi (1584 - 1645)
Musashi war vor allem durch seine nahezu unbesiegbaren Kampftechniken bekannt geworden. Da er mit der Zeit immer mehr ein Dorn in den Augen der Fürsten darstellte, wurden mehrere Samurai entsandt, welche ihn töten sollten. Musashi tötete jedoch alle gegnerischen Schwertkämpfer. Herrenlos, wie er war, muss er gemeinhin als Ronin angesehen werden. Im Kampf nutzte er beide Schwerter des Daisho-Paares zum Angriff beziehungsweise zur Verteidigung. Dies gilt jedoch nur für Kämpfe mit mehreren Teilnehmern. In Duellen verwendete Musashi prinzipiell ein Katana. Mit 29 Jahren hatte er mehr als 60 Kämpfe bestritten - darunter auch mit einigen der mächtigsten Samurai des Landes - und alle gewonnen. Nachdem Musashi das Schwert niedergelegt hatte, widmete er sich dem Aufbau einiger Schulen und Tempel. Er galt als ausgesprochen religiös, unter anderem erwähnt er den Wert der Religionen in seinem Buch "Buch der Fünf Ringe". |
Tsunemoto Hagakure (17. Jh.)
Das Hagakure (jap. wörtlich: Hinter den Blättern), auch als Ehrenkodex der Samurai bekannt, entstand zwischen 1710 und 1716 in Japan während der Edo-Periode.
Es wird allgemein angenommen, dass es von dem Samurai Tsunetomo Yamamoto, nachdem er Zen-Mönch geworden war, dem Schreiber Tashiro Tsuramoto diktiert wurde. Bei dem Werk handelt es sich um eine Sammlung von etwa 1.300 meist kurzen Lektionen, Episoden und Aufzeichnungen, die das tägliche Leben des Samurais betreffen und auch das Verhältnis von Fürst (Daimyo) und Gefolgsmann behandeln. Der Originaltext wurde bis heute nicht gefunden. Er zirkulierte zunächst handkopiert unter den jungen Samurai des Nabeshima-Clans in Hizen. Soweit bekannt, haben weniger als drei Dutzend Kopien die letzten fast dreihundert Jahre überstanden. Jede Kopie unterscheidet sich jeweils von der anderen durch Auslassungen, Ergänzungen und falsch abgeschriebene Worte. Als verlässlich gilt jedoch die "Yamamoto-Kopie", die in der Präfekturbibliothek von Saga aufbewahrt wird.
In Hagakure definiert Tsunetomo Yamamoto sowohl die philosophischen als auch die politischen und militärischen Aspekte seiner Auffassung des Bushido. Yamamoto greift im Bereich der Philosophie die grundsätzlichen Inhalte des Humanismus an und erklärt diese als mit dem Bushido unvereinbar. In Bezug auf Politik betrachtet er den Liberalismus noch ablehnender. Ein Samurai (jap. wörtlich: Diener) zeichne sich durch absoluten Gehorsam gegenüber seinem Fürsten aus; der Sinn seines Lebens sei der Dienst als Soldat oder Beamter. Dabei scheut er nicht davor zurück, auch die pazifistischen Inhalte des Buddhismus anzugreifen.
Zitat: "Der loyale Gefolgsmann verwirklicht nicht seine eigene Existenz, sondern die seines Fürsten."
Zitat: "Sei darum voll entschlossen, diese Ziele zu erreichen, ohne im mindesten zu schwanken, selbst wenn die Lehren Buddhas oder der Götter dem entgegenstehen." |
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